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03.01.2020

Von Jägern, Sammlern und Fallenstellern

Wenn wir gedanklich von der Zeit, als die letzten Mammuts erlegt wurden, bis heute schweifen, wird deutlich, dass sich zwar die Umwelt seit damals stark verändert hat, der Mensch aber (zumindest in seinem Inneren) gleichgeblieben ist.

Bei den Aktionären gibt es im Grunde zwei Gruppierungen. Diejenigen, die als (Rendite-)Jäger an der Börse zugange sind, und die anderen, die sich dem Sammeln zugewendet haben.

Die Handlungsweise des Jägers ist zu Beginn das Spähen nach Beute. Sobald er der Beute ansichtig wird, wendet er seine ganze Konzentration darauf. Was sonst um ihn herum geschieht, nimmt er nur am Rande wahr. Der Jäger muss schnell sein. Denn die Beute ist es auch. Wenn der Jäger zu lange braucht, um zuzuschlagen, rennt ihm die Beute davon. Ein Hot Stock ist kein Kaltblut. Überlegt der Aktionär zu lange, rennt der Kurs in Regionen, die es ihm unmöglich machen, noch zugreifen zu können.

Manchmal läuft alles gegen den Jäger. Er schlägt zu, um kurz darauf feststellen zu müssen, dass auch die Beute zugeschlagen hat. So fest, dass der Jäger dadurch sein Leben verliert. Sozusagen „Totalverlust“. Die Neue-Markt-Klitschen lassen grüßen…

Die Sammler unter den Aktionären haben eine ganz andere Art und Weise, an Beute heranzugehen. Sehen sie Dinge, die sie brauchen können, so haben sie keine große Eile. Denn die Dinge stehen an ihrem Platz. Der Sammler braucht keine Angst zu haben, dass sie ihm davonrennen. Er kann beim Zugehen auf die Beute weiterhin seine Konzentration auch auf andere Dinge richten und manches Brauchbare noch nebenbei einsammeln. Er kann offenbleiben und es lassen, sein Glück in einer einzigen Sache finden zu wollen. Die Beute des Sammlers ist „breit gestreut“.

Die erfolgreichsten unter den Sammlern, sind diejenigen, die sich bewusst darüber sind, dass ein Sammler neben Beute gleichzeitig noch anderes sammeln kann. Nämlich Dinge, die für das Auge unsichtbar sind. Wenn der Sammler auch für diese Dinge offen ist, wird er sein Sammeln stetig verbessern können und in der Lage sein, manches stehen zu lassen, das nur auf den ersten Blick gute Beute darstellt. Denn erst der zweite Blick zeigt, was besser nicht im Körbchen landen sollte.

Der zweite Blick des Sammlers fällt auf Beute, ohne sie im eigentlichen Sinn zu sehen. Denn er schaut mit seinen Erfahrungen. Ein Sammler, der bereit ist, sich einzugestehen, dass er manches Gesammelte lieber hätte stehen lassen sollen, kann neben der Beute auch Erfahrungen sammeln und sich damit der gehaltvollen Beute zuwenden.

Neben den Jägern und Sammlern gibt es noch andere Aktionäre, deren Zahl so überschaubar ist, dass man es lassen kann, von einer Gruppierung zu sprechen. Es sind die Fallensteller.

Der Fallensteller stellt eine Mischung aus Jäger und Sammler dar. Mit dem, was er tut, sammelt und(!) jagt er. Erst sammelt er die Dinge, die es braucht, um eine Falle zu bauen. Und in dem Moment, in dem die Beute in die Falle geht, wird der Fallensteller zum erfolgreichen Jäger.

Die Vorgehensweise des Fallenstellers unterscheidet sich von den Vorgehensweisen der Jäger und Sammler dahingehend, dass Letztere ihre Beute sehen und sich aktiv darauf zubewegen, während der Fallensteller Dinge eintreten sieht, die noch sehr weit weg sind. Er ist gelassen und lässt seine Beute auf sich zukommen, ohne dass er der Beute ansichtig wird.

Das Besondere an den Fallenstellern ist, dass sie in der Regel nicht nur sehr viel Erfahrung haben, sondern auch sehr viel Geduld. Oft dauert es sehr lange, bis sich der Erfolg einstellt (Eröffnungsposting ARIVA-Hypoport-Thread 07/13 – Ansetzen des Hypoport-Kurses zum Steilflug 03/15). Aber das tangiert den Fallensteller wenig, denn er hat die Dinge, die ihm Sicherheit geben – Erfahrung und Geduld.

Beides Dinge, die einem Aktionär an der Börse das geben, was er braucht, um auch das Ziel der Jäger und Sammler zu erreichen – fette Beute.



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